Impressionen und Informationen zum Aufbau unseres Museum seit 1994

Im Frühjahr waren die Brennesseln noch nicht zu sehen und das Gebäude wurde sichtbar
 

im altem Fabrikgebäude befand sich  vom Keller bis zur Werkhalle alles voll Schrott
 

Der Müllgraben - Ablaufender Mühlgraben
 

Wand - Ausbruchstelle - Sie wurde neu aufgemauert
 

Es wurde ein neuer Betonfußboden mit Fußbodenheitzung eingebaut, neue Wände gemauert , die Elektrik neu verlegt und geputzt.
 

Silo die Putzerfirma
 

Die gesamte Forderfront wurde neu Untermauert
 

Der Müllgraben
 

Rückseite der Mühle
 

Müll aus dem Keller
 

Alte technische Zeichnung der drei Mühlräder und deren Aussehen 1999
 

Erweiterung der Märbelmühle nach einen Brand vor 1933
 

Die Märbelmühle um 1950  dunkles Dach hinten
 

Die Märbelmühle in Sachsenbrunn

Das alte Fabrikgebäude am Oberlauf der Werra bietet einen Beitrag zur regionalen Geschichte Südthüringes.  Der Schwerpunkt ist die Verbreitung der ehemaligen Steinmärbelherstellung im neunzehnten Jahrhundert und  die Tonmurmelherstellung im zwanzigsten Jahrhundert.

Seit 1994 wird die Ruine wieder aufgebaut. Im Keller der Ruine befanden sich nur noch der Ringbrandofen (dessen Schornstein abgerissen wurde) ein verschütteter Brunnen, eine  Transmission und die desolaten Mühlachsen mit den Kammrädern.  Von der Märbelherstellung war nichts mehr zu sehen.  Der Aufbau des Murmelmuseum begann mühevoll. Viele Requisiten wurden und werden im Ort Sachsenbrunn aufgetrieben.  Den Spendern herzlichen Dank. Ziel beim Aufbau des Museums ist das  Wiederherstellen der drei Mühlachsen und der drei Wasserräder mit dem Gerinne, ( über  das das Wasser zu den drei Wasserrädern lief).

Vorhanden  sind  Holzbottiche, in denen die Märbeln hergestellt wurden, die Färbe und Polierfässer, eine Olivenperlenpressmaschine und eine Menge Kisten mit Murmeln. Auch eine alte Schrotmühle steht in einer Ecke. An der dritten Mühlachse wird der Generator ( leider vorerst nur dekorativ ) wieder  zu sehen sein . Im Aussengelände ist 2003 noch eine Ausstellungsstrecke dazu gekommen. In ihr steht eine Maschine die aus Tonkugeln im erd - feuchtem Zustand Bausteine geprägt hat. Dazu eine grosse Modellburganlage deren Steine mit der eben genannten Maschine hergestellt wurden.

Es wird noch einige Zeit vergehen, bis die einzigartige Tonmärbelfabrik als Museum funktionstüchtig ist, aber der Anfang ist  getan .  

Das leerstehende Fabrikgebäude an der Werra wurde 1994 von der Treuhand Suhl  gekauft . Mit einem Kredit , viel Mut / Elan und einer gehörigen Portion Besessenheit wurde aus der Ruine ein Dreifamilienhaus , und im Keller das einmalige Murmelmuseum  -    

Zur Geschichte:    

Die ersten Anfänge der Mühle sind noch nicht bekannt. An der Fassade der heutigen Mühle sind drei Bauabschnitte zu erkennen. Um 1900 errichtete Johann Kirchner eine relativ grosse Märbelmühle mit acht Märbel- und zwei Poliergängen in der Mühle unterhalb des Ortes Sachsendorf ein. Kurze Zeit später übernahm Franklin Härtel die Mühle, unter dessen Namen sie bis kurz nach dem I. Weltkrieg um 1919 Steinmärbeln herstellte und als solche als Märbelmühle von Härtel in der Mühlenerfassung um 1928 genannt wird. Der Onkel von Hans Zetzmann übernahm 1933 das Objekt .Die Mühle brannte vor 1933 .   Modernisiert wurde die Märbelherstellung. Im Keller wurde einen Brennofen und eine zwölfeinhalb Meter lange Transmissionswelle eingebaut. Gearbeitet wurde zur ebenen Erde in eine grossen Werkhalle. Es wurden Tonmurmeln  hergestellt. Den Rohton brach man rechts und links vom Gebäude .. Günter Zetzmann betrieb die Mühle  bis 1955.   Nach sozialistischer Übernahme zog in dieses Gebäude die MTS , die Maschinen und Traktoren Station. Zwei betriebseigene Wohnungen mit Außentoilette beherbergte die erste Etage. Einige der ehemaligen Mieter schmissen ihren Hausmüll aus dem Fenster und im Umfeld der MTS legten sich “ Wilde Mülldeponien “ an. Auf dem Nachbargrundstück  der Mühle wurde eine Tankstelle für die landwirtschaftlichen Maschinen errichtet und auf dem Grundstück der Mühle der “Ölabscheider “ . Nach dem dieses Gelände in den sechsiger Jahren der MTS zu klein wurde,  verkaufte man das Grundstück an “ VEB Ultramöbel “ Sachsenbrunn . In dem Gebäude war eine Schmiede. Der Sozialistische Betrieb benutzte die Märbelmühle als Zweigstelle, überwiegend als Abstellfläche. 1994 kam für das Objekt Märbelmühle - die Wende

Ausgrabungsarbeiten
 

Nur Müll kein Wasser
 

Aufbau Museum - Teilabschnitt
 

Die Urkunde von 1847 zum betreiben der Märbelmühle in Sachsendorf

Wir bedanken uns bei Friehelm Gerbeth, Kerstin und Wolfgang Gerbeth - Sachsenbrunn
 

Wir bedanken uns bei Rolf Morgenroth und Dr. Armin Dörr und seiner Frau
 

Wir bedanken uns auch für die hier nicht genannten Spenden für den Aufbau des Murmelmuseum - Danke