Gedichte von der Moni

Zur Osterzeit

Weißkuschelig, süsse Schneeflöckchen halten den noch frostigen Boden

so kurz vor Ostern zu gedeckt.

Hat es denn noch keiner gehört, gesehen, entdeckt?

Der Frühling ist es, der da weckt!

Weißkuschelig Schneeflöckchen streicheln jede Seele.

Kennt ihr denn nicht diese Zufriedenheit

 und vernehmt der Frühlingslieder frischen Kehle

im zarten, bunten Liederkleid?

Schau Du mit mir noch heut,

der Winterlinge zarten Sonnen Blütenkleid.

Ja Du hast es gesehen, entdeckt, wer da weckt

Wir holten uns Kirschzweige und auch Tulpen in das Haus

stimmten an, den  frischen Liedertanz, gebunden im zarten Liederstrauß

Er  lädt uns immer wieder ein, zum Frühlings- liebsten Tanz.

03.2005                                                                               Moni P.- T.

 

Zum Frühling

Das arbeitslose Gänseblümchen

Unter der gefrosteten Erde war es schon seit einiger Zeit so weit

und klar, der Frühling ist schon lange da.

Die Winterlinge kämpften ohne Unterlass und

zeigten bereits im weichen Schnee ihr Blütensonnenkleid, das machte Spaß.

Durften die denn das, die Winterlinge, hatten sie dafür einen Arbeitspass?

Nur das scheinbar dümmliche Gänseblümchen, welches gerade mehrere

Weiterbildungen in Wuchskunde  hinter sich hatte, kam in die Klemme

Man sagte so einfach: ” sei keine Memme , warte ab die Zeit, bis man dir sagt, es ist so weit !“

Gesagt, getan.  Das edle Weiss des kleinen, kämpferischen, Gänseblümchens blieb zahm, wartete und tat, wie es ihm zugetan.

Es war nicht stur, bereitete sich vor und liess gedeihen den Blütenstengel nur,

machte die Blätter bereit und hielt zurück sein  weißes Blütenkleid.

Da, sieh nur hin, wo ist der Schnee?! Der Schnee von gestern ist weg

und siehst Du nicht wie froh ich bin? Jetzt ist alles klar , das Gänseblümchen

bleibt immer da.

03.2005               Moni P.-T

 

Wiese

Warme, weiche Schäfchenwolken,

süsse Töne dringen an mein Ohr.

Leise Luft, doch dessen Wehen

schnürt den Atem zu wie nie zuvor.

Kleine Füsschen tippeln sorgsam, treten kein Getier.

Doch diese , grossen, achtlos schlurfend, gehören diese etwa mir?!

Schliesse schnell die Augen, halt den Atem an,

damit ich wieder sehen kann

1999                                                                                                             Moni P.-T.

Du

Schlafen,
Träumen,
wecken,
ich träumte einen wunderschönen Traum.
Ich mach am Tag
keinen Fehler
bis auf einen winzig kleinen,
dessen Detail sich
noch tausendfach zerlegen lässt.
Ich - hektisch,
oh Zeit 
ich mache meine Fehler
ganz  langsam!


1976                  Moni P.- T.

 

Liebe ?!

Bevor ich Dich lieben kann, stelle ich Dich auf den Kopf und lasse aus Dir alles Unmögliche heraus. Dann diktiere ich Dir meinen kleinen, unmöglichen Text. Wenn Du diesen dann  glücklich und zufrieden wiederkäuest, werde ich ganz langsam einsam.

1980                                                                                                            Moni P.-T.

Hallo Du

Warum schaust Du so verschämt nach unten

wenn Du an den Menschen vorbeiläufst

Schau sie Dir an, nicht alle die da so rennen

wissen wohin sie rennen, gehen.

Sei nicht traurig bist Du auch jetzt noch alleine.

Morgen, vielleicht übermorgen laufe ich an Dir vorbei

dann stosse mich bitte an,

sprich mit mir ja ?!

1975          Moni P.- T.

 

Nimm

So, nun hast Du Deinen Tag.

Du wolltest ihn doch so.

Still, die Zeit hat für Dich geschwiegen.

Legte man Dir nicht alles vor Füssen

So liest Du nun das Buch,

 suchst heraus vom Geschriebenen, was Du kennst

und Dein Tun nennst.

Die Zeit hüllt Dich ein, doch Du

webst Deine Hülle!

1976/ 2005                                 Moni P.-T.

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